Meditation

Meditation ist viel mehr als stilles, bewegungsloses Sitzen. Es ist das Zur-Ruhe-Bringen des Geistes. Das Wesentliche ist der Weg zu sich selbst. Schon immer haben Menschen Wege gesucht, sich selbst, ihren Körper und ihr Leben zu verstehen und sich selbst zu finden. Es können religiöse, philosophische oder weltanschauliche Gesichtspunkte auslösend sein, den Weg zur Meditation zu finden. Meist steht der Wunsch nach Veränderung des Alltagsbewusstseins am Anfang eines ganz persönlichen und individuellen Meditationsweges.

Das Wort Meditation kommt vom lateinischen meditatio, abgeleitet von dem Verb meditari „nachdenken, nachsinnen, überlegen“, verwandt mit lateinisch mederi „heilen“, medicina „Heilkunst“. Es ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis.

Meditation

… ist das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist. Es bedeutet Konzentration und Sammlung.

In sich ruhen

… still werden, in sich selbst eintauchen, und dankbar sein für das was passiert.

Darum geht es

… die Verbindung mit sich selbst. Meditiere von ganzem Herzen!

Es gibt viele Meditationstechniken, die man erlernen kann!

Es gibt viele Meditationstechniken, die man erlernen kann. Man kann unterscheiden zwischen passiver und aktiver Meditation. Kontemplation ist eine passive Form der Meditation und bedeutet „konzentriertes Nachdenken und geistiges Sich-Versenken in etwas“, z. B. die Stille Meditation oder Achtsamkeitsmeditation. Beides wird still im Sitzen praktiziert. Es geht nicht darum, seine Gedanken zu kontrollieren, sondern sie zu akzeptieren, anzunehmen und zum Beobachter seiner Gedanken zu werden. Unter aktiver Meditation versteht man körperliche Bewegung, z. B. Gehmeditation. Dies sind lediglich Beispiele. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Alle Meditationstechniken werden als Hilfsmittel verstanden, einen vom Alltagsbewusstsein sich unterscheidenden Bewusstseinszustand zu üben, in dem das gegenwärtige Erleben im Vordergrund steht. Es bedeutet ganz im Hier und Jetzt zu sein, frei vom gewohnten Denken, vor allem frei von Bewertungen und frei von Anhaftung an Vergangenheit (Erinnerung) und Zukunft (Pläne, Ängste usw.).

Yoga-Gita in Kreuzau

Meditation fördert die Beruhigung der Gedanken, entwickelt die Fähigkeit zur Konzentration und gibt das wohlige Gefühl, einmal nichts zu müssen, sondern einfach geschehen zu lassen. Meditation dient nicht in erster Linie der Entspannung, was dennoch ein willkommener Nebeneffekt ist, sondern vielmehr der Verbindung mit sich selbst, der Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterkenntnis.

Helmut Brenner: Meditation – Die wichtigen Ziele, Methoden und Übungen. Papst, Lengerich 2010

Ulrich Ott: Meditation für Skeptiker. O. W. Barth, München 2010

Thich Nhat Hanh: Das Wunder der Achtsamkeit. Theseus, Stuttgart 2002